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| erstellt am: 17.09.2018 |

Bei der Kreistierschau in Haan gibt’s Kühe zum Anfassen

Quelle: RP vom 16.09.2018

 

Erstmals kamen Tierzüchter aus dem ganzen Kreis gestern zur  Tierschau in Haan zusammen. Auf Gut Ellscheid, dem weitläufigen Gelände von Bauer Rosendahl, präsentierten sich rund 50 Aussteller mit ihren Tieren. Erwartete wurden 3000 Besucher. Vor allem Familien mit Kindern waren zahlreich vertreten. Die Gartenstadt war erstmals Ausrichter der Tierschau. Im Minutentakt rollten die Autos der Besucher auf Gut Ellscheid an, das Gelände war lange vor der offiziellen Eröffnung bestens besucht. Zwischen den schnatternden Gänsen und krähenden Hähnen, den muhenden Kühen und den wiehernden Pferden tummelten sich viele Kinder, die sich mit großen Augen die Tiere anschauten. Auch Bauer Rosendahl, diesjähriger Gastgeber der Kreistierzuchtschau, hatte seinen Stall mit dem Jungvieh für die Besucher geöffnet. Hier wagte sich die sechsjährige Lena langsam an ein junges Rind heran. Sie schob ihm vorsichtig Heu ans Viehgatter. Das handzahme Tier streckte seinen Kopf heraus und fraß genüsslich das getrocknete Gras. Lena streckte die Hand aus und streichelte vorsichtig den Kopf. Auch wenn ihr die Kühe gut gefielen, Lena freute sich auf etwas Anderes. „Sie reitet sehr gerne und liebt Pferde“, äußerte ihr Großvater Heinrich Klausgrete. Der Hildener besucht regelmäßig die Tierschauen im Kreis und nimmt dabei gerne auch seine Enkelkinder mit. „Ich finde es einfach wichtig, dass Kinder sehen, wie Tiere gehalten werden und dass Kühe eben nicht lila sind.“

Fröhlich lief auch die achtjährige Marie zu ihrer Mutter und teilte ihre erste Beobachtung: „Weißt du, wie sich die Kuh das Heu nimmt? Mit der Zunge.“ Die Mutter lächelte. Zum Besuch der Tierschau musste die Haanerin ihre Kinder nicht überreden. „Wir halten selber Hühner und Bienen und die Kinder interessieren sich sehr für die Tiere.“ Eine solche Schau, äußerte die Mutter, gebe zudem Gelegenheit den Umgang mit den Zuchttieren zu schulen. Besondere Aufmerksamkeit erregten die gescheckten Bergschafe von Hobbyzüchter Roman Starbek aus Burscheid. Die blökenden Vierbeiner einer vom Aussterben bedrohten Rasse, zeigten sich verschmust und suchten den Kontakt zu den Besuchern, die sie gerne mit Streicheleinheiten verwöhnten. Eine Tierschau findet Roman Starbek übrigens alles andere als altmodisch: „Im Gegenteil, hier kann man sich verschiedenen Rassen anschauen und Wissen verbreiten, was auch zur Erhaltung alter Rassen beiträgt.“

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